Energiedienstleistung
Energieberatung
Im Rahmen der Energieberatung im häuslichen Bereich kann zwischen dem Energieverbrauch von Haushaltsgeräten einerseits und dem Energieverbrauch des Gebäudes anderseits unterschieden werden. Hinweise zum Energieverbrauch von Haushaltsgeräten und den Möglichkeiten, ein Strommessgerät von den Stadtwerken Langenfeld zu leihen, finden Sie in der Rubrik Strom.
Wissenswertes zum Thema Energieverbrauch
So wie der Treibstoffverbrauch eines Autos durch viele Faktoren beeinflusst
wird, verhält es sich auch mit dem Heizenergieverbrauch Ihres Hauses. Der
Treibstoffverbrauch ist im Stadtverkehr deutlich höher als bei einer Autobahnfahrt.
Außerdem haben persönliches Fahrverhalten, die Witterungsverhältnisse
und die Topographie wesentlichen Einfluss auf den Treibstoffverbrauch.
Auch der Heizenergieverbrauch eines Gebäudes wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst:
Klimatische Bedingungen
Der Energieverbrauch eines Gebäudes hängt "natürlich"
von der Witterung ab. Er ist in einem kalten Winter höher als bei einem
milden Winter.
Kompaktheit des Gebäudes
Ein verspieltes Schlößchen mit vielen Erkern, Vor- und Rücksprüngen
und einer abwechslungsreichen "Dachlandschaft" wird wesentlich mehr
Energie verbrauchen, als ein kompakt gebautes Haus gleicher Größe.
Entscheidend ist die Größe der wärmeübertragenden Außenflächen
(Außenwände, Kellerdecken, Dächer und Fensterflächen) im
Verhältnis zum beheizten Gebäudevolumen.
Alter und Zustand der Heizungsanlage
Moderne Heizungsanlagen arbeiten sehr viel sparsamer als veraltete Anlagen.
Dabei sind die Kesselkonstruktion, die Brennertechnik und die Dämmung der
Rohrleitungen ebenso entscheidend wie die Form der Warmwasserbereitung. Der
Energieverbrauch eines Gebäudes kann durch den Einbau einer modernen Heizungsanlage
um ca. 30%-40% gesenkt werden. Daneben spart eine regelmäßige, fachgerechte
Wartung der Anlagen Heizenergie und damit bares Geld.
Wärmedämmstandard des Gebäudes
Ein durchschnittlich gedämmter Neubau verbraucht die Hälfte bis
ein Drittel eines vergleichbaren Gebäudes aus den 60er Jahren. Wird dieser
Altbau nachträglich gedämmt und die Heizung modernisiert, können
die Energiekosten um bis zu 70% reduziert werden.
Nutzerverhalten
Während die oben genannten Faktoren nicht so ohne weiteres zu beeinflussen
sind, liegt es ganz in der Hand der Wohnungsnutzer, durch bewusstes Heizen und
Lüften den Energieverbrauch entscheidend zu senken. Wie einfach es sein
kann, wird unter [Energiespartipps] erläutert.
Wie kann ich den Energieverbrauch meines Hauses bewerten?
Nachfolgend steht die Frage nach der Einschätzung des Energieverbrauches des zu betrachtenden Gebäudes im Mittelpunkt. Hierbei stellt sich die Frage: Wie viel Energie benötigt mein Gebäude? Ist der Energieverbrauch niedrig, zu hoch oder zufriedenstellend.
Der Energieverbrauchskennwert
Häufig wird die Frage gestellt, was ein "niedriger" oder
"hoher" Energieverbrauch ist. Pauschal ist diese Frage für bestehende
Gebäude nicht zu beantworten.
Für eine allererste Bewertung ist der Energieverbrauchskennwert
hilfreich.
Daher sollten Eigentümer den Energieverbrauchskennwert ermitteln. Mit Hilfe eines einfachen Rechenschemas kann ein Annäherungswert recht schnell ermittelt werden:
So ermitteln Sie Ihren Energieverbrauchskennwert:
1. Schritt
Anhand der letzten Erdgasrechnungen der Stadtwerke Langenfeld (im Idealfall
als Mittelwert der letzten 3 Jahre) können Sie Ihren jährlichen Energieverbrauchin
kWh entnehmen.
2. Schritt
Nur wenn Sie mit der Heizung auch Warmwasser erzeugen, ermitteln Sie:
1.000 kWh x ............. Anzahl Personen = ................ kWh / Jahr
3. Schritt
Ziehen Sie das Ergebnis des 2. Schrittes vom Ergebnis des 1. Schrittes ab:
............... kWh / Jahr - ................ kWh / Jahr = ............ kWh
/ Jahr (Zwischensumme)
4. Schritt
Teilen Sie die Zwischensumme durch Ihre Wohnfläche (in m²) und Sie
erhalten als Ergebnis Ihren Energieverbrauchskennwert:
........... kWh / Jahr : ........ m² = ............... kWh / (m² Jahr)
Dieser Energieverbrauchskennwert bietet allerdings nur eine erste Einschätzung. Dabei wird beispielsweise nicht berücksichtigt, dass es milde und kalte Winter gibt. Dennoch gibt Ihnen der ermittelte Energieverbrauchskennwert einen ersten Anhaltspunkt:
- Wenn er unter 120 liegt, leben Sie in einem Haus mit gutem energetischen Niveau.
- Liegt er über 120, können erste energiesparende Maßnahmen bereits sinnvoll sein.
- Liegt der Wert gar über 200, sollen Sie aktiv werden.
- Wenn Sie mit Ihrem Kennwert über 240 liegen, sollten Sie unbedingt eine umfassende Modernisierung Ihres Hauses prüfen.
Neben den baulichen Eigenschaften wie. z.B. Zustand und Alter der Heizung, das Dach, die Fassade, der Fenster, etc. spielen auch das Nutzerverhalten eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Unter Energiespartipps finden Sie zahlreiche Hinweise, wie mit geringem Aufwand Energie eingespart und CO2 reduziert werden kann.
Häufig ist aus dem Kosten- /Nutzenverhältnis die Modernisierung der Heizungsanlage - in der Regel mit moderner, zeitgemäßer Brennwerttechnik - die lohnendste Variante.
In dem von der ASUE – Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. herausgegebenen „Ratgeber Wärmeversorgung“ finden Sie nützliche Informationen und Tipps für die Planung des optimalen Wärmeversorgungssystems in Wohngebäuden. Behandelt werden:
- die effiziente Beheizung der Wohnräume
- die verschiedenen Systeme für eine optimale Trinkwassererwärmung
- die richtige Wohnungslüftung.
Ein detaillierter Vollkostenvergleich zeigt für 24 verschiedene Systemvarianten der Wärmeversorgung in Wohngebäuden, aus welchen Bestandteilen sich die Gesamtkosten zusammensetzen und welche Systeme besonders kostengünstig im Vergleich zu anderen sind. Mit Hilfe eines Berechnungsschemas lassen sich schließlich für jeden individuellen Fall die Gesamtkosten der Wärmeversorgung ermitteln.
Sollte auch der Stromverbrauch hoch sein, so kann auch die Modernisierung mit einer stromerzeugenden Heizung - BHKW (Hinweis) sinnvoll sein. Weitere Informationen finden Sie unter Stromerzeugende Heizung.
Möchten Sie gerne wissen, ob ihre elektrischen Geräte wie z.B. Kühl- oder Gefrierschrank viel oder wenig Strom verbrauchen, so können Sie den entsprechenden Stromverbrauch mit Hilfe von Strommessgeräten erfassen. Kunden der Stadtwerke Langenfeld können sich ein solches Gerät kostenlos im KunZe ausleihen. Wenn Sie den Energieverbrauch Ihrer Geräte mit den heute auf dem Markt erhältlichen vergleichen möchten, so finden Sie in der Broschüre Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2011/12 eine aktuelle Marktübersicht.
Energiesparrechner
Über unseren Energiesparrechner
können Sie Ihr persönliches Energie-Einsparpotential berechnen. [weiter
...]
Unter Energiespartipps haben wir noch weitere Informationen zusammengestellt, mit denen auch ohne große Investitionen Energie eingespart werden kann.
Für weitere persönliche Beratungen stehen den Kunden der Stadtwerke Langenfeld auch die Energieberater im Kundenzentrum - KunZe persönlich zu Verfügung.
(Quelle: EnergieAgentur.NRW)


















